UZK: Zentrale Zollabwicklung bei der Einfuhr (centralised clearance) wird möglich

In seiner Fachmeldung vom 11. August 2021 informiert der deutsche Zoll, dass ab sofort eine mitgliedsstaatenübergreifende Zentrale Zollanmeldung (centralised clearance) bei der Einfuhr möglich ist.

Die Zentrale Zollabwicklung kann sowohl auf Grundlage einer Standardzollanmeldung als auch im Verfahren der vereinfachten Zollanmeldung/Anschreibung in der Buchführung des Anmelders erfolgen und ist für alle gemäß Art. 149 Abs. 1 UZK-DA zulässigen Einfuhrverfahren möglich. Die nach Art. 149 Abs. 1 UZK-DA zulässigen Einfuhrverfahren sind:

a) Überlassung zum zollrechtlich freien Verkehr;
b) Zolllager;
c) vorübergehende Verwendung;
d) Endverwendung;
e) aktive Veredelung.

Die mitgliedsstaatenübergreifende Zentrale Zollabwicklung bei der Einfuhr trägt potentiell zu einer erheblichen Verfahrensvereinfachung für Unternehmen bei. Sie ermöglicht es z.B. Unternehmen mit EU-weiten Niederlassungen, ihre einfuhrbezogenen Zollprozesse in einem Mitgliedsstaat zu bündeln. Die zentrale Zollabwicklung ist dementsprechend auch eine zentrale Forderung der IHK-Organisation (siehe hierzu auch das "DIHK-Ideenpapier für Vereinfachungen des EU-Zollrechts"). Das Verfahren ist zwar bereits seit 2016 im Unionszollkodex angelegt und sollte ursprünglich bis Ende 2020 umgesetzt werden. Allerdings hatten die EU und die Mitgliedsstaaten die IT-technische Umsetzung der Zentralen Zollabwicklung im Rahmen des UZK-IT-Arbeitsprogramms verschoben.

Quelle: DIHK, 11.08.2021



[Stand 8/11/2021]