Vereinigtes Königreich: Brexit birgt weiter Risiken für britische Bauwirtschaft

Die Branche hat das Corona-Tief überwunden, die Auftragslage ist exzellent. Vor allem Infrastrukturprojekte treiben britische Baukonjunktur. Die vielversprechenden Prognosen unterliegen aber Abwärtsrisiken, die zum Teil schon jetzt spürbar sind. Derzeit kämpfen die Unternehmen mit Lieferengpässen und dadurch zusätzlich steigenden Preisen von Baumaterialien. Das Problem wird durch den Brexit verschärft: Weil die Ausnahmen zur Nutzung des europäischen CE-Kennzeichens mit Ablauf dieses Jahres enden, müssen ab dem 1. Januar 2022 alle eingeführten Baumaterialien mit dem neuen britischen UKCA-Kennzeichen versehen sein. Die dafür notwendigen Zertifizierungskapazitäten reichen laut des Verbands CPA nicht aus, sodass sich der Mangel an Baumaterialien verschärfen könnte.

Eine weitere Brexit-Folge ist der große Fachkräftemangel, der sich durch die erschwerten Einreisebedingungen für Einwanderer aus der Europäischen Union (EU) verschärft. Trotz britisch-europäischem Freihandelsabkommen bleiben außerdem bei der grenzüberschreitenden Erbringung von Handwerksdienstleistungen große Hürden, sodass die britischen Angebotslücken nur bedingt von ausländischen Dienstleistern gefüllt werden können. Weitere Informationen hat Germany Trade & Invest (GTAI) auf der Internetseite veröffentlicht.

Quelle: GTAI, 15.07.2021



[Stand 7/22/2021]